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G. Ziegler et al. •Orthoamide, LVII
Umwandlung von 4b in 5c mit Trifluormethansulfonsäure
erstarrt. Das noch unreine Produkt wird aus Methanol um-
kristallisiert. Ausb.: 0.81 g (40%) 5e, intensiv gelb gefärb- in verschiedenen Lösungsmitteln
te Nadeln mit Schmp. 128 °C. - C12 (202.30): ber.
H
10
O3
3.4
g (0.02 mol) 4b in 20 ml des betreffenden
C 71.28, H 4.99; gef. C 71.00, H 5.11.
Lösungsmittels werden bei -18 °C unter Rühren mit
6.0 g (0.04 mol) Trifluormethansulfonsäure versetzt. Man
bringt das Gemisch innerhalb 12 h auf 10 °C, erwärmt 1h
auf 25 °C und hydrolysiert durch Eingießen in 100 ml
einer 3.4-proz. Natriumhydrogencarbonatlösung. Ausge-
schiedener Feststoff wird abfiltriert und vom Filtrat die
organische Phase abgetrennt. Die organische Phase wird
mit 20 ml Wasser gewaschen und mit Natriumsulfat ge-
trocknet. Das Lösungsmittel wird im Vakuum entfernt
und der Rückstand bei ca. 0.1 Torr destilliert. Man erhält
Produktgemische aus 5c und 2-Naphthol (ca. 1:1) mit
Sdp. 102 - 112 °C / 0.1 Torr. Aus der Menge der De-
stillate und dem darin NMR-spektroskopisch bestimmten
Aldehydgehalt wurden die Ausbeuten berechnet.
2,7-Dih.yd.roxy-1-naphthaldehyd (5f)
4.3 g (0.02 mol) 2,7-Diformyloxynaphthalin (4e), sus-
pendiert in 30 ml 1,2-Dichlorethan, werden bei 5 °C un-
ter Rühren innerhalb 0.5 h mit einer Lösung von 4.0 ml
(0.042 mol) Bortrichlorid in 25 ml 1,2-Dichlorethan ver-
setzt, dabei bildet sich ein intensiv orange gefärbter Nie-
derschlag. Nach zweistündigem Stehen bei 0 °C wird die
heterogene Mischung in 200 ml Wasser gegeben und so-
lange mit festem Natriumhydrogencarbonat versetzt, bis
sich kein Kohlendioxid mehr entwickelt. Bei ca. 100 Torr
wird das 1,2-Dichlorethan abdestilliert. Das beim Erkal-
ten ausgeschiedene Rohprodukt wird abgesaugt, getrock-
net, mit 80 ml siedendem Toluol digeriert. Der Toluol-
extrakt wird heiß filtriert. Die zurückbleibende schwarze
unlösliche Verunreinigung wird verworfen. Aus dem Fil-
trat fällt das Produkt in der Kälte in Form schöner gelber
Nadeln aus. Ausb.: 2. g (56%) 5f mit Schmp. 163 °C
[Lit. [28]: Schmp. 159.5 - 160.5 °C].
5-Hydroxyacenaphthen-4-carbaldehyd ( )
8
In einem druckfesten 50 ml-Gefäß werden 1.98 g
(10 mmol) (5-Acenaphthenyl)formiat (7) mit 12 ml
(0.012 mol) einer Lösung von BC1 in 1,2-Dichlorethan
3
[c(BCl3) = 1 mol-1-1] versetzt. Die magnetisch gerühr-
te Mischung wird 2 h auf 50 - 55 °C erwärmt, dabei
scheidet sich ein dunkler Niederschlag ab. Man gießt in
100 ml Wasser und schüttelt kräftig durch. Nach Abtren-
nen der organischen Phase wird die Wasserphase noch-
mals mit 50 ml 1,2-Dichlorethan extrahiert. Die verei-
nigten organischen Phasen werden mit 50 ml Wasser
und 50 ml 5-proz. Natriumhydrogencarbonatlösung ge-
waschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach kur-
zem Stehen dampft man das Filtrat im Vakuum ein. Der
dunkle Rückstand (2.0 g) wird mit 100 ml Petrolether
(Sdp. 100 - 140 °C) ausgekocht und über 5 g Alumi-
niumoxid (Sigma-Aldrich Nr. 19,944-3) filtriert. Beim
Umwandlung von 4b in 5c mit Trifluormethansulfonsäure
- Isolierung von l-(14H-Dibenzo[a,j]xanthen-14-yl)-2-
naphthol - Isopropylalkohol-Addukt (6)
3.4 g (0.020 mol) 4b in 10 ml Chlorbenzol werden
bei -20 °C unter kräftigem Rühren mit 6.0 g (0.04 mol)
Trifluormethansulfonsäure versetzt. Das Gemisch wird
innerhalb 12 h auf R.T. gebracht und dann noch 2 h
gerührt. Der Ansatz wird unter Rühren in 100 ml Wasser
gegossen und durch Zugabe von Ammoniumacetat abge-
puffert, dabei scheidet sich ein Feststoff ab, der abfiltriert
wird. Die Phasen des Filtrats werden getrennt. Die or-
ganische Phase wird mit 50 ml Wasser gewaschen und
im Vak. vom Lösungsmittel befreit. Der Rückstand wird
mit 10 ml Chloroform digeriert. Die Chloroformphase
wird eingedampft, dabei bleiben 1.0 g eines Gemisches
aus 50% 5c und 50% 2-Naphthol (gaschromatographisch
ermittelt) zurück, was einer Aldehydausbeute von 15%
entspricht.
Eindampfen der Lösung verbleiben 1.30 g (
gefärbtes mit Schmp. 95.5 °C. - ‘H-NMR (60 MHz,
CDCI ): 6 = 3.29 (s, 4H, CH-,), 7.15 - 7.5 (m, 4H, Ar-
H), 9.90 (s, 1H, CHO), 12.63 (s, 1H, OH). - C1 3
6
6
%) gelb
8
3
H
1 0 O,
(198.22): ber. C 78.77, H 5.08; gef. C 78.79, H 5.10.
10-Hydroxyphenanthren-9-carbaldehyd (10)
Der bei der Hydrolyse abgetrennte Feststoff wird mit
dem beim Digerieren mit Chloroform erhaltenen Rück-
stand vereinigt und mit Isopropylalkohol gewaschen.
Zu 2.22 g (10.0 mmol) (9-Phenanthrenyl)formiat in
3 ml 1,2-Dichlorethan tropft man rasch 12 ml (0.012 mol)
Beim Trocknen erhält man 1.2 g (42%) vermutlich al- einer Lösung von Bortrichlorid in 1,2-Dichlorethan
koholfreies l-(14//-Dibenzo[aj]xanthen-14-yl]-2-naph-
[c(BCl3) = 1 mol-l-1]. Dabei erwärmt sich das Gemisch
thol, das in ca. 100 ml Isopropylalkohol in der Siedehitze
auf ca. 35 °C. Bereits nach wenigen Minuten fällt das Re-
gelöst wird. Beim Erkalten scheidet sich langsam
6
analy- aktionsprodukt als gelbgrüne Masse aus. Man rührt noch
senrein in Form von Kristallen mit Schmp. 275 °C ab, die 2 h bei R.T. und hydrolysiert dann unter Zugabe von
für die Kristallstrukturanalyse geeignet sind. - C3 4
(484.56): ber. C 84.27, H 5.82; gef. C 84.09, H 5.84.
H
2 8
O3
weiteren 50 ml 1,2-Dichlorethan und 100 ml Wasser. Die
organische Phase wird abgetrennt und die Wasserphase
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