Synthese und Strukturen von [ReNBr2&Me2PhP)3] und &Me2PhPH)[fac-Re&NBBr3)Br3&Me2PhP)2]
hitzen des Reaktionsansatzes oder bei groÈûerem BBr3-Ûber-
schuû Folgereaktionen zu beobachten sind, an denen auch
das LoÈsungsmittel CH2Cl2 beteiligt ist.Aus solchen LoÈsun-
gen konnten wir &Me2PhPH)[fac-Re&NBBr3)Br3&Me2PhP)2]
&3) isolieren.Im weiteren Verlauf der Reaktion ist die Bil-
dung von [ReNBr4]± sowie von Verbindungen mit Nitrido-
bruÈcke und aÈquatorialer Br4-KoordinationssphaÈre EPR-
spektroskopisch nachweisbar [8].
trans-Stellung zum Nitridoliganden befindliche Re±Br-Bin-
dung deutlich kuÈrzer als in 1.Die LaÈnge der ReºN-Bindung
wird dagegen von der BruÈckenbildung kaum beeinfluût.
Ê
Eine Zusammenstellung wichtiger BindungslaÈngen &in A) in
[ReNBr2&Me2PhP)3] und den daraus abgeleiteten Verbin-
dungen mit ReºN±BBr3-BruÈcken ist in den Formelbildern 1
bis 3 gegeben.
&Me2PhPH)[fac-Re&NBBr3)Br3&Me2PhP)2], das neben
[Re&NBBr3)Br2&Me2PhP)3] in geringen Mengen auch bei der
Reaktion von [ReNBr2&Me2PhP)3] mit Bis&dibromoborylcy-
clopentadienyl)eisen&II) entsteht [9], kristallisiert nach dem
Ûberschichten der Reaktionsmischung mit n-Hexan in Form
blauer PlaÈttchen.Die IR-Bande der Rhenium±Stickstoff-
Mehrfachbindung hat sich infolge der gebildeten Nitrido-
±1
bruÈcke um ca.100 cm nach hoÈheren Wellenzahlen verscho-
ben.Øhnliche Befunde wurden bereits fuÈr eine groûe Zahl
von Verbindungen mit ReºN±B-BruÈcken berichtet [1] und
koÈnnen durch Schwingungskopplungen erklaÈrt werden.
Abb.2 zeigt eine Ellipsoiddarstellung [6] der Struktur von
&Me2PhPH)[fac-Re&NBBr3)Br3&Me2PhP)2], in die auch eine
schwache WasserstoffbruÈckenbindung zwischen Br&1) und
Wir danken der Deutschen Forschungsgemeinschaft fuÈr ihre
UnterstuÈtzung, der Hermann Starck A.G. fuÈr die Spende
von Rheniummetall und Herrn Prof. Dr. J. StraÈhle, TuÈbingen,
fuÈr die MoÈglichkeit zur Kristallstrukturmessung.
Ê
dem Kation &Abstand H&3)±Br&1): 2,72&9) A; Winkel
Br&1)N&3) ´ ´ ´ P&3) 161&6)°) eingezeichnet ist.Wie in der
Struktur von 2, die bereits in [10] ausfuÈhrlich beschrieben
wurde, ist die gebildete NitridobruÈcke fast linear und die in
[1] U.Abram, A.Hagenbach, A.Voigt, R.Kirmse,
Z.
Anorg. Allg. Chem. 2001, 627, 955 und dort zitierte
Literatur.
[2] U.Abram, Z. Anorg. Allg. Chem. 2000, 626, 318 und
dort zitierte Literatur.
[3] A.Hagenbach, J.StraÈhle, Z. Anorg. Allg. Chem. 1999,
625, 1181.
[4] a) 69 mg &0,1 mmol) [ReNCl2&Me2PhP)3] werden in
20 ml Methanol geloÈst und mit 1 ml 48%iger HBr ver-
setzt.Die LoÈsung wird 1 Stunde am RuÈckfluû erhitzt
und anschlieûend auf die HaÈlfte des Volumens redu-
ziert.Das dabei ausgefallene braune Pulver wird abfil-
triert, mehrfach mit Wasser und Diethylether gewa-
schen und aus Dichlormethan/n-Hexan umkristallisiert.
Ausbeute: 43 mg &55% d.Th.).
b) 69 mg &0,1 mmol) [ReNCl2&Me2PhP)3] werden in
10 ml Dichlormethan geloÈst und mit 0,03 ml &0,25 mmol)
Me3SiBr versetzt.Die Lo Èsung wird fuÈr 30 min.am
RuÈckfluû erhitzt.Anschlieûend werden das gebildete
Me3SiCl und uÈberschuÈssiges Me3SiBr abdestilliert und
die LoÈsung mit n-Hexan vermischt.Bei langsamen Ein-
engen faÈllt das Produkt in kristalliner Form an.Ausbeu-
te: 49 mg &63% d.Th.).
Dunkelgelbe Kristalle.Elementaranalyse: ber.&fu Èr
ReC24H33Br2NP3): C 37,2; H 4,3; N 1,8; gef.: C 37,5;
H 4,2; N 1,7%.IR & mmax/cm±1): ReºN 1061.FAB +-MS
&m/z,% B, Zuordnung): 774 &3%, M+), 694 &94%,
[ReNBr&Me2PhP)3]+), 637 &73%, [ReNBr2&Me2PhP)2]+),
556 &100%, [ReNBr&Me2PhP)2]+), 499 &18%, [ReNBr2-
&Me2PhP)]+).
[5] Kristallstrukturmessungen an einem Vierkreisdiffrakto-
meter vom Typ CAD4.Kristalldaten von 1 &298 K):
Ê
Raumgruppe Pbca, Z = 8, a = 16,687&2) A, b =
17,144&2) A, c = 19,214&2) A, D&ber.) = 1,872 g/cm3,
x-Scans, 7187 gemessene Reflexe &davon 5977 sym-
metrieunabhaÈngige und 3265 mit I > 2r&I)), l&MoKa) =
Ê
Ê
Abb. 2 Ellipsoid-Darstellung [6] der Struktur von
&Me2PhPH)[fac-Re&NBBr3)Br3&Me2PhP)2].AusgewaÈhlte Bin-
dungswinkel/°: N±Re±Br&3) 173,0&3); N±Re±P&1) 91,6&3);
N±Re±P&2) 92,2&3); N±Re±Br&1) 99,2&3); N±Re±Br&2)
96,0&3); Re±N±B 172,9&8).
7
,517 mm±1, empirische Absorptionskorrektur &DELABS
[6], Tmin = 0,533, Tmax = 1,000), StrukturloÈsung mit der
Patterson-Methode &SHELXS97 [6]), Vollmatrixverfei-
nerung an F2 &SHELXL97 [6]), H-Atomlagen berech-
Z.Anorg.Allg.Chem. 2001, 627, 1714±1716
1715