La6(C2)-Oktaederschichten in Lanthancarbidchloriden
genden Fall musste der Datensatz bei 2 ϭ 40° abgeschnitten
werden, und zusätzlich wurden 20 Reflexe verworfen, deren Inten-
sitäten wegen Reflexüberlagerung verfälscht waren. Die Verfeine-
rung führt nur zu mäßigen R-Werten (R1 ϭ 0.052 und wR2 ϭ 0.14)
mit Restelektronendichten um 4 e·AϪ3. Das vorliegende Struktur-
˚
modell besteht aus vier 3-er- und zwei 4-er-Bändern (Abb. 2e) und
passt in die Struktursystematik der Verbindungsklasse. In der Kris-
tallstruktur liegen fünf unterschiedliche La6C2-Oktaeder A Ϫ E
vor, A: La(1)2x- La(2)2x-La(5)-La(9) zentriert durch C(1)-C(7); B:
La(3)-La(5)-La(7 Ϫ 10) durch C(2)-C(4); C: La(1 Ϫ3)-La(5)-La(7)-
La(9) durch C(3)-C(5), D: La(4)2x-La(6)2x-La(8)-La(10) durch
C(6)-C(9) und E: La(3)-La(4)-La(6)-La(7)-La(8)-La(10) durch
C(8)-C(10). Die interatomaren Abstände sind ähnlich denen in der
ausführlich diskutierten Struktur von La14(C2)7Cl9.
Abbildung 3 Projektion der Kristallstruktur von La2(C2)Cl längs
[001], Farbcode wie in Abbildung 2.
La22(C2)11Cl14 (f): Im Gegensatz zu La20(C2)10Cl13 sind die isolier-
ten Einkristalle von La22(C2)11Cl14 von ausgezeichneter Qualität,
sodass die Strukturverfeinerung zu sehr niedrigen Gütefaktoren
R1 ϭ 0.0136 für 1877 Fo > 2σ(Fo) und R1 ϭ 0.0183 für alle 2116
Daten, wR2 ϭ 0.0301 führt. Alle 11 C-Atome konnten anisotrop
verfeinert werden, und die beobachteten Restelektronendichten lie-
mit Σs ϭ 0.98. Die C-C-Abstände betragen in beiden C2-Gruppen
1.33(1) A und entsprechen damit einer C-C-Doppelbindung, sodass
˚
die Verbindung als (La3ϩ)8(C24Ϫ)4(ClϪ)5 ·3eϪ zu beschreiben ist.
Die Messung der elektrischen Leitfähigkeit an mikrokristallinen
Pulvern belegt das erwartete metallische Verhalten (Abb. 1). Da
keine größeren Kristalle vorlagen, kann über die Anisotropie des
elektrischen Widerstandes keine Aussage getroffen werden. Viel-
mehr geben die beobachteten Ergebnisse den Mittelwert der Leitfä-
higkeit parallel und senkrecht zu den Schichten wieder. Ce8(C2)4Cl5
ist isotyp.
gen im Bereich 0.4 e·AϪ3. In der Kristallstruktur gibt es sechs kris-
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tallographisch unterschiedliche La6C2-Oktaeder, die sehr stark ver-
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zerrt sind, in denen neben sehr kurzen (3.52 A) ungewöhnlich lange
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La-La-Abständen (4.74 A) auftreten. Die Abstände in den C2-
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Gruppen sind recht ausgeglichen und variieren zwischen 1.31 A
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und 1.36 A. Die La-Atome werden durch Cl-Atome und C2-Grup-
pen koordiniert: je dreimal durch Cl sowie C2 (side-on), dreimal
durch Cl, zweimal durch C2 (side-on) und einmal C2 (end-on), fer-
ner dreimal durch Cl und je einmal C2 (side-on) und C2 (end-on)
La14(C2)7Cl9 (d): La14(C2)7Cl9 (II) kristallisiert azentrisch in der
monoklinen Raumgruppe Pc. Die Struktur lässt sich als Inversi-
onszwilling verfeinern. Das Verhältnis der beiden Zwillingskompo-
nenten beträgt 0.54, was dem Flack-Parameter [23] von 0.55 in der
Nichtzwillings-Verfeinerung entspricht. Überprüfung der Symmet-
rie mit dem Programm ADDSYM im Programmpaket PLATON
[24] bestätigt das Vorliegen der azentrischen Raumgruppe. In der
Kristallstruktur von La14(C2)7Cl9 liegen sieben kristallographisch
unterschiedliche La6C2-Oktaeder A Ϫ G vor, A: La(1)-La(2)-
La(4Ϫ7), Zentrierung durch C(1)-C(12) und mit La-La-Abständen
sowie schließlich zweimal durch Cl, einmal C2 (side-on) und zwei-
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mal C2 (side-on). Die Abstände La-Cl betragen 2.97 A < dLa-Cl
<
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˚
˚
3.31 A, La-C2 (side-on) 2.65 A < dLa-C < 2.99 A und La-C2 (end-
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˚
on) 2.43 A < dLa-C < 2.46 A.
La36(C2)18Cl23 (g): Die Verbindung La36(C2)18Cl23 konnte auch bei
gezielter Einwaage nicht in größeren Mengen dargestellt werden.
Einkristalle guter Qualität wurden aus einem bei 1080 °C getem-
perten Ansatz auf La20(C2)10Cl13 entnommen. Die Reflexe entlang
b* konnten dank maximal gewählten Kristall-Detektor-Abstandes
sauber voneinander separiert werden. Alle Reflexprofile waren
scharf, und es waren keine diffusen Beugungsanteile erkennbar. Die
Intensitätsdaten wurden bis 2 ϭ 40° gemessen. Mit dem vorlie-
genden Datensatz lässt sich die Kristallstruktur zufriedenstellend
(R1 ϭ 0.0474 für Fo > 2σ(Fo) und R1 ϭ 0.0495 für alle Daten,
wR2 ϭ 0.1065) verfeinern. Die Restelektronendichte beträgt maxi-
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3.54 A < dLa-La < 4.42 A; B: La(3)-La(8 Ϫ 12), C(2)-C(4), 3.52 A
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< dLa-La < 4.33 A; C: La(1)-La(2)-La(6)2x-La(7)2x, C(3)-C(9),
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3.54 A < dLa-La < 4.66 A; D: La(3)-La(8 Ϫ 10)-La(13)-La(14),
˚
˚
C(5)-C(6), 3.52 A < dLa-La < 4.42 A; E: La(3 Ϫ 5)-La(10)-La(13)-
La(14), C(7)-C(14), 3.58 A < dLa-La < 4.76 A; F: La(8)-La(9)-
La(11)2x-La(12)2x, C(8)-C(13), 3.57 A < dLa-La < 4.72 A und
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G:
La(1)-La(2)-La(4)-La(5)-La(13)-La(14),
C(10)-C(11),
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3.54 A < dLa-La < 4.65 A. Die Abstände in den C2-Einheiten der
Kohlenstoffatome schwanken um einen Mittelwert von 1.35 A. Die
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mal 1.8 e·AϪ3. In der Kristallstruktur von La36(C2)18Cl23 gibt es
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18 kristallographisch unterschiedliche Lanthanatome, die zu neun
La6C2-Oktaedern A Ϫ I verknüpft und durch C-C-Einheiten zent-
Koordination der La-Atome erfolgt für La(1 Ϫ 3) und La(8 Ϫ 10)
durch drei Cl-Atome, zweimal durch C2-Gruppen in side-on- und
einmal in end-on-Position, für La(4), La(6), La(7) und La(14)
durch drei Cl-Atome und drei C2-Gruppen in side-on-Position, für
La(5), La(7) und La(12) ebenfalls durch drei Cl-Atome, jedoch eine
C2-Gruppe in side-on- und zwei in end-on-Position und schließlich
für La(13) durch zwei Cl-Atome und ebenfalls drei C2-Gruppen in
side-on- und zweimal in end-on-Position. Die kürzesten Abstände
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riert sind: A: La(9 Ϫ 11)-La(13)-La(15)-La(16) (3.58 A < dLa-La
<
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4.75 A) und C(10)-C(11) (dC-C ϭ 1.33 A), B: La(4)-La(6 Ϫ 9)-
La(6)-La(11) (3.54 A < dLa-La < 4.39 A) und C(14)-C(16) (dC-C
1.33 A), C: La(2)-La(4)-La(6)-La(8)-La(17)-La(18) (3.58 A < dLa-
La < 4.75 A) und C(8)-C(17) (dC-C ϭ 1.32 A), D: La(1 Ϫ 4)-La(12)-
La(14) (3.58 A < dLa-La < 4.34 A) und C(1)-C(4) (dC-C ϭ 1.32 A),
E: La(1)-La(3)-La(12)2x-La(14)2x (3.58 A < dLa-La < 4.75 A) und
C(3)-C(9) (dC-C ϭ 1.32 A), F: La(1 Ϫ 4)-La(17)-La(18) (3.52 A <
dLa-La < 4.34 A) und C(3)-C(9) (dC-C ϭ 1.29 A), G: La(5 Ϫ 8)-
La(4)-La(17)-La(18) (3.584 A < dLa-La < 4.65 A) und C(7)-C(18)
˚
ϭ 1.35 A), H: La(5)-La(7)-La(9)-La(11)-La(15)-La(16)
(3.54 A < dLa-La < 4.64 A) und C(2)-C(6) (dC-C ϭ 1.37 A) und I:
La(10)2x-La(13)2x-La(15)-La(16) (3.51 A < dLa-La < 4.34 A) und
C(12)-C(13) (dC-C ϭ 1.31 A). Die Cl-Atome sind wie in den übrigen
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ϭ
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von La- zu Cl-Atomen liegen zwischen 2.92 A und 3.48 A, die zu
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den C2-Gruppen side-on zwischen 2.59 A und 2.90 A und end-on
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zwischen 2.39 A und 2.54 A.
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La20(C2)10Cl13 (e): Die Kristalle von La20(C2)10Cl13 bestehen in der
Regel aus mehreren miteinander verwachsenen Individuen, sodass
sich nur schwer geignete Datensätze für eine befriedigende Struk-
turverfeinerung erhalten lassen. Aus einer Vielzahl konnte schließ-
lich ein geeigneter Kristall separiert werden. Aber auch im vorlie-
(dC-C
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Z. Anorg. Allg. Chem. 2008, 2765Ϫ2776
© 2008 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
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