Pentamethylcyclopentadienyl-tantal(V)-Komplexe
Tabelle 3 EI-Massenspektren von Cp*TaCl3[N2N(R)C(COOR)-
C(COO)] (R ϭ Me (9) und Et (10))
bracht. Der Rückstand (11) wurde als Aufschlämmung in Hexan
im Ultraschallbad behandelt und schließlich aus THF umkristalli-
siert. Dabei wurden 84 mg (48 %) eines leuchtend orangen Fest-
stoffs 11 isoliert, Schmp.: 164 °C (Zers.).
Fragmention
IR (CsI): ν(COOMe) ϭ 1765, 1744, 1720 cmϪ1
.
605 (35 %)
570 (70 %)
525 (100 %)
470 (60 %)
421 (5 %)
633 (5 %)
598 (7 %)
553 (8 %)
498 (18 %)
421 (4 %)
196 (100 %)
Mϩ
Mϩ-Cl
Darstellung von Cp*TaCl3[N2N(Et)C(H)C(COO)] (12)
(Mϩ-80)
Mϩ-Cp*
Wie bei der Synthese von 9 und 10 beschrieben, wurden 165 mg
(0.36 mmol) Cp*TaCl4 (1) mit 77 mg (0.36 mmol) 1-Trimethylsilyl-
5-ethoxycarbonyl-1,2,3-triazol (e) in 30 ml Hexan umgesetzt. Rück-
fluss über Nacht (18h) und Aufarbeiten mit anschließender Kristal-
lisation aus THF ergaben 132 mg (63.8 %) 12, hellgelber Feststoff,
Schmp.: 134 °C (Zers.).
Cp*TaCl3 (Mϩ-L)
Lϩ-16
168 (100 %)
(N3C2(C2O3R2)ϩ)
Lϩ-44
140 (70 %)
168 (95 %)
(N3C2(COOR2)ϩ oder
NC2(C2O3R2)ϩ)
Cp*
135 (30 %)
135 (10 %)
IR (CsI): ν(COOEt) ϭ 1730 cmϪ1
.
Röntgenstrukturanalyse von
Cp*TaCl3[N2N(Me)C(COOMe)C(COO)] (9)
IR (CsI): νas(N3) ϭ 2133 (Brücke), 2113 und 2090 cmϪ1 (terminal);
ν(COOMe) ϭ 1729 cmϪ1
.
Die Reflexintensitäten wurden auf einem Siemens P4 Diffraktome-
ter gemessen (MoKαϪStrahlung, λϭ71.073 pm, Graphitmono-
chromator). Strukturlösung und -verfeinerung wurden mit Hilfe
des Programmpakets SHELXTL-PLUS V.5.1 durchgeführt. Die
Messtemperatur war 296 K.
Darstellung von {Cp*TaCl(OH)[N3C2(COOMe)2]}2(µ-O) (8)
Eine Suspension von 188 mg (0.228 mmol) {Cp*TaCl2(µ-OH)}2(µ-
O) (4) und 118 mg (0.457 mmol) des 1-silylierten 1,2,3-Triazols b in
30 ml Hexan wurde über Nacht (22 h) am Rückfluss erhitzt. Das
schwerlösliche Rohprodukt 8 wurde erneut in Hexan aufge-
schlämmt, als Suspension im Ultraschallbad behandelt und ab-
schließend aus THF umkristallisiert. Blassgelber Feststoff, Schmp.:
189 °C (Zers.), Ausbeute: 172 mg (67.3 %).
Alle Nichtwasserstoffatome wurden mit anisotropen Temperatur-
faktoren verfeinert. Die Wasserstoffatome befanden sich auf be-
rechneten Positionen. Zu ihrer Verfeinerung wurde das Riding-Mo-
dell mit fixen isotropen Temperaturfaktoren verwendet.
IR (CsI): ν(OHN) ϭ 3243 cmϪ1, ν(COOMe) ϭ 1741 cmϪ1
EI-MS: m/e ϭ 1063 (10 %), Mϩ-COOMe.
.
C16H21Cl3N3O4Ta (9) kristallisiert in hellgelben Blättchen mit den
Dimensionen 0.18 x 0.14 x 0.08 mm in der monoklinen Raum-
gruppe P21/c mit den Gitterkonstanten a ϭ 1379.21(9), b ϭ
848.42(8), c ϭ 1777.43(10) pm, β ϭ 90.229(5)°; V ϭ 2079.8(3)
106 pm3, Z ϭ 4 und µ ϭ 5.697 mmϪ1; 4751 gemessene Reflexe im
Bereich 3° Յ 2 Յ 50°, 3658 davon unabhängig, 3316 als beobach-
tet eingestuft [I > 2σ(I)]. Die Verfeinerung nach dem full-matrix
least squares-Verfahren gegen F2 konvergiert bei R1/wR2-Werten
von 0.031/0.084; eine empirische Absorptionskorrektur (mittels γ-
Scans) mit min./max. Transmissionsfaktoren von 0.2783/1.000
wurde durchgeführt, die max./min. Restelektronendichte betrug
Darstellung von Cp*TaCl3[N2N(R)C(COOR)C(COO)] (R ؍
Me (9)
und Et (10))
Es wurden 160 mg (0.35 mmol) Cp*TaCl4 (1) und 90 mg
(0.35 mmol) Me3Si-N3C2(COOMe)2 (b) in 30 ml Hexan aufge-
schlämmt, und diese Suspension wurde über Nacht (18h) am Rück-
fluss (69 °C) erhitzt. Dann wurde die Hexan-Phase abdekantiert,
das Rohprodukt 9 erneut mit Hexan versetzt und im Ultraschall-
bad behandelt. Bei der Umkristallisation aus THF wurden 180 mg
(85 %) eines leuchtend gelben Feststoffs
9 erhalten, Schmp.
1.75/Ϫ1.46 10Ϫ6 e pmϪ3
.
128 °C (Zers.).
IR (CsI): ν(COOMe) ϭ 1740 und 1732 cmϪ1
FD-MS: m/e ϭ 605, Mϩ.
.
Weitere Einzelheiten zur Kristallstrukturuntersuchung können
beim Direktor des Cambridge Crystallographic Data Centre, 12
Union Road, GB-Cambridge CB2 1EZ unter Angabe des vollstän-
digen Literaturzitats und der Nummer CCDC-202098 angefordert
werden (Fax: Int. Vorwahl ϩ (1223)336-033; E-mail: deposit@-
chemcrys.cam.ac.uk).
In analoger Weise wurden aus 235 mg (0.52 mmol) 1 und 148 mg
(0.52 mmol) Me3Si-N3C2(COOEt)2 (c) nach der Aufarbeitung (s.o.)
und Umkristallisation aus THF 270 mg (82 %) 10 erhalten, ein
leuchtend gelber Feststoff mit Schmp. 145 °C (Zers.).
Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
und dem Fonds der Chemischen Industrie gefördert, wofür die
Autoren sehr dankbar sind.
IR (CsI): ν(COOMe) ϭ 1743 und 1729 cmϪ1
.
EI-MS: m/e ϭ 633 (Irel 5 %), Mϩ; 598(7 %), Mϩ-Cl.
Die EI-Massenspektren von 9 und 10 zeigen ein ganz ähnliches
Zerfallsmuster; die Fragmentionen der Ethylverbindung haben je-
weils eine um 28 Masseneinheiten höhere Masse (Tabelle 3).
Literatur
Darstellung des Bis(triazolato)-Komplexes
Cp*TaCl2[N3C2(COOMe)2][N2N(Me)C-(COOMe)C(COO)] (11)
[1] M. Herberhold, A. Goller, W. Milius, Z. Anorg. Allg. Chem.
2001, 627, 891.
Eine THF-Lösung (30 ml) von 140 mg (0.23 mmol) des Mono(tri-
azolato)-Komplexes 9 wurde mit 43 mg (0.23 mmol) 4,5-Di(metho-
xycarbonyl)-1,2,3-triazol (d) und 1 ml Triethylamin versetzt und
18 h bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde das Solvens i.
Hochvak. abgezogen und der Rückstand zur Abtrennung des Sal-
zes [NHEt3]Cl mit einem Hexan/THF-Gemisch ausgewaschen. Die
Waschlösungen wurden vereinigt und i. Hochvak. zur Trockne ge-
[2] M. Herberhold, A. Goller, W. Milius, Z. Anorg. Allg. Chem.
2003, im Druck.
´
[3] P. Jernakoff, Cl. de Meric de Bellefon, G. L. Geoffroy, A. L.
Rheingold, S. J. Geib, Organometallics 1987, 6, 1362; New. J.
Chem. 1988, 12, 329.
[4] D. Kwon, M. D. Curtis, A. L. Rheingold, B. S. Haggerty,
Inorg. Chem. 1992, 31, 3489.
Z. Anorg. Allg. Chem. 2003, 629, 1162Ϫ1168
zaac.wiley-vch.de
2003 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, 69451 Weinheim
1167