H. Junicke, C. Bruhn, Th. M uÈ ller, D. Steinborn
deutlich l aÈ ngere besteht zwischen dem terminalen
zur Trockne eingeengt. Das so erhaltene Rohprodukt 2 wird
in Aceton gel oÈ st. Nach Filtration und Ûberschichten mit
Diethylether wird 2 in Form farbloser Kristalle erhalten.
Ausbeute: 1,2 g (72%).
Aqualiganden (H O6) und einem Sulfatsauerstoffatom,
2
Ê
das an Platin koordiniert ist (O2 ´ ´ ´ O6 2,81(1) A).
Beim langsamen Einengen einer konzentrierten
w aÈ ûrigen L oÈ sung von Trimethylplatin(IV)-sulfat wer-
den innerhalb einer Woche pl aÈ ttchenf oÈ rmige Kristalle
von 3 erhalten. Sie sind f uÈ r die R oÈ ntgeneinkristall-
strukturanalyse nur bedingt geeignet, weil keine Ab-
sorptionskorrektur vorgenommen und die Struktur
nur bis zu einem R-Wert von R1 = 0,129 und wR2 =
Analyse: C H O Pt S (612,48). C 11,52 (ber. 11,77);
6
22
6
2
H 3,48 (3,62); S 5,34 (5,23)%.
1
H-NMR (500 MHz, ±50 °C, (CD ) CO): d = 0,96 (s + d,
3
2
2
J(Pt,H) = 78,8 Hz, 9 H, PtCH ), 6,77 (s, 1 H, OH ), 6,84 (s,
H, OH
d = 1,07 (s + d, br, J(Pt,H) = 79,4 Hz, 9 H, PtCH ), 4,80 (s,
3
2
1
1
2
3 2
) ppm; H-NMR (500 MHz, 27 °C, (CD ) CO):
2
3
br, 2 H, OH
2
) ppm.
0
,319 verfeinert werden konnte (siehe Experimentel-
Darstellung von [{PtMe (H O) } SO ] (3). Gem aÈ û der Dar-
3
2
2 2
4
les). Die Struktur ist in Abbildung 2 dargestellt. Aus
den angegebenen Gr uÈ nden teilen wir hier nur die
Konstitution des Komplexes im Kristall mit. Es liegen
stellung von 2 wird der erhaltene farblose Feststoff in Was-
ser gel oÈ st. Langsames Eindampfen der L oÈ sung an der Luft
liefert 3 in Form farbloser Pl aÈ ttchen.
+
zwei [PtMe (H O) ] -Einheiten vor, die uÈ ber ein Sul-
3
2
2
Ausbeute: 1,3 g (70%).
fation verbr uÈ ckt sind. Zwei der Aqualiganden (H O2,
Analyse: C H O Pt S (648,49). C 11,28 (ber. 11,11);
2
6
26
8
2
H O5) bilden Wasserstoffbr uÈ cken zu den nicht an Pla-
H 3,97 (4,04); S 5,00 (4,94)%.
2
1
tin koordinierten Oxoliganden (O4, O5) des Sulfat-
ions aus. Im Kristall sind diese zweikernigen Einhei-
ten [(H O) Me Pt(l-SO )PtMe (H O) ] durch ein
3 2
H-NMR (500 MHz, ±50 °C, (CD ) CO): d = 0,99 (s + d,
2
J(Pt,H) = 77,8 Hz, 9 H, PtCH ), 6,71 (s, 2 H, OH ), 6,78 (s,
3
2
1
2
H, OH ) ppm; H-NMR (500 MHz, 27 °C, (CD ) CO):
2
3 2
2
2
3
4
3
2
2
2
d = 1,11 (s + d, br, J(Pt,H) = 79,6 Hz, 9 H, PtCH ), 4,96 (s,
3
Netzwerk von Wasserstoffbr uÈ cken verkn uÈ pft, das in
Abbildung 2 angedeutet ist. Der wesentliche Unter-
schied in der Konstitution der beiden Trimethyl-
br, 4 H, OH ) ppm.
2
Darstellung von [PtMe L ]BF (5)±(7). Zu einer L oÈ sung von
3
3
4
(
sulfato)platin(IV)-Komplexe im festen Zustand be-
AgBF
tel L (20 ml) wird unter R uÈ hren und Lichtausschluû
(PtMe I) ] (1) (230 mg, 0,14 mmol) zugef uÈ gt. Nach 30 min
wird von gebildetem AgI abfiltriert und die farblose L oÈ sung
im Vakuum auf die H aÈ lfte des Volumens eingeengt. Man
setzt n-Hexan (5, 7) bzw. Diethylether (6) (20 ml) zu, l aÈ ût
4
(100 mg, 0,51 mmol) im entsprechenden L oÈ sungsmit-
steht somit darin, daû in 2 die Sulfatanionen weit-
gehender als in 3 in die Koordination an Platin einbe-
zogen sind.
[
3
4
2
4 h bei ±78 °C stehen und filtriert die ausgefallenen Pro-
dukte ab, die unter Argon im Vakuum getrocknet werden.
(L = MeOH): Ausbeute 152 mg (66%). Analyse:
C H BF O Pt (423,13). C 17,21 (ber. 17,03); H 4,78
Experimenteller Teil
Die Aufnahme der NMR-Spektren erfolgte an den Ger aÈ ten
Gemini 2000 (400 MHz) und Unity 500 (500 MHz) der Fa.
Varian. Als Referenz dienten bei der H-NMR-Spektro-
5
6
21
4
3
1
1
3 3
(5,00)%. NMR von L (CDCl ): d( H) = 3,54 (s, 9 H, CH ),
4,11 (s, br, 3 H, OH) ppm; d( C) = 51,2 (s, CH ) ppm.
3
13
skopie die Restprotonensignale (CHCl3, d = 7,26 ppm,
(
CHD )(CD )CO, d = 2,04 ppm, DHO, d = 4,80 ppm) und bei
6
(L = MeCN): Ausbeute: 212 mg (87%). Analyse:
2
3
13
3
der C-NMR-Spektroskopie die L oÈ sungsmittelsignale (CDCl ,
d = 77,0 ppm, (CD
Spektren wurden gegen Na
C H BF N Pt (450,16). C 24,65 (ber. 24,01); H 3,72 (4,03);
N 10,01 (ber. 9,33)%. NMR von L (CDCl ): d( H) = 2,33 (s,
3
9 H, CH ) ppm; d( C) = 2,3 (s, CH ), 116,8 (s, CN) ppm.
3 3
9
18
4
3
195
1
3
)
2
CO, d = 29,9 ppm). Die
Pt-NMR-
13
2
PtCl in D O (d = 4521 ppm) als
6
2
externer Standard aufgenommen. Die Elementaranalysen
wurden im elementaranalytischen Labor des Fachbereiches
an einem LECO CHNS932 angefertigt. Die thermoanalyti-
schen Untersuchungen (TG, DTG, DTA) sind an einem
NETZSCH STA 409C (Schutzgas: Helium; Heizrate: 5 K
7
(L = THF): Ausbeute: 253 mg (85%). Analyse:
C H BF O Pt (543,32). C 32,78 (ber. 33,16); H 5,94
1
5
33
4
3
1
(6,12)%. NMR von L (CDCl ): d( H) = 1,93 (tr, 12 H, CH ),
3,87 (tr, 12 H, CH O) ppm; d( C) = 25,5 (s, CH ), 70,4 (s,
3
2
13
2
2
CH ) ppm.
2
±1
min ; Korund-Tiegel) durchgef uÈ hrt worden.
(PtMe I) ] (1) ist nach Literaturangaben [4] hergestellt
Darstellung von [PtMe (H O) ]BF (8). [PtMe (Me CO) ] ´
3
2
3
4
3
2
3
[
3
4
BF4 (4) (300 mg, 6,0 mmol) wird in Wasser (10 ml) gel oÈ st.
Nach etwa einer Stunde wird das L oÈ sungsmittel im Vakuum
bei ca. 40 °C abgezogen. 8 verbleibt als farbloser pulvriger
R uÈ ckstand, der im Vakuum getrocknet wird.
Ausbeute: quantitativ.
Analyse: C H BF O Pt (381,05). C 9,52 (ber. 9,46);
H 4,09 (3,97)%.
worden. Um von gebildetem [(PtMe I) ] ´ [(PtMe I ) ] abzu-
3
4
2 2 4
trennen, wird das Rohprodukt (2,0 g) in Chloroform (60 ml)
gel oÈ st, der Niederschlag abfiltriert und das Filtrat mit Me-
thanol (60 ml) uÈ berschichtet. Abk uÈ hlung auf ±78 °C liefert
innerhalb von 12 h schwach gelbliche nadelf oÈ rmige Kristalle
von 1, die abfiltriert und an der Luft getrocknet werden.
3
15
4
3
[
PtMe (Me CO) ]BF 4 wurde nach [6 b] erhalten.
3 2 3 4
Darstellung von [{[PtMe (H O)] SO }1] (2). [(PtMe I) ] (1)
3
2
2
4
3
4
R oÈ ntgeneinkristallstrukturanalyse von 2
(
2,0 g, 1,4 mmol) wird in Benzol (60 ml) und Aceton (60 ml)
suspendiert. Nach Zugabe von frisch hergestelltem Ag SO4
Die Datensammlung wurde mit einem Fl aÈ chendetektor
2
(
1,7 g, 5,4 mmol) (aus AgNO
3
und Na
2
SO
4
, mit trockenem
STOE IPDS unter Verwendung von MoKa-Strahlung (k =
Ê
Ethanol gewaschen) wird am R uÈ ckfluû erhitzt, bis die L oÈ -
sung farblos ist. Nachdem von AgI und nicht umgesetztem
Ag
0,71073 A, Graphitmonochromator) durchgef uÈ hrt. Die
Strukturl oÈ sung erfolgte nach ¹direkten Methodenª
(SHELXL-86 [16]). Die Absorptionskorrektur wurde nume-
2
SO
4
abfiltriert worden ist, wird die L oÈ sung im Vakuum
2
152
Z. Anorg. Allg. Chem. 1999, 625, 2149±2153