Die Kristallstrukturen von PPh4[MCl5,NCMe)] ´ MeCN ,M = Ti, Zr)
,E. Merck AG) wurde 20 h lang bei 120 °C i. Vak. getrock-
net. Acetonitril und CCl4 wurden in einer Umlaufapparatur
48 h uÈber P2O5 unter RuÈckfluû gekocht.
findlichen roten Kristallen, die noch nicht identifiziert wer-
den konnten. Er wurde mit 0,78 g ,2,1 mmol) PPh4Cl in
50 mL Acetonitril versetzt und 2d geruÈhrt, dann 1 h auf
60 °C erwaÈrmt. 0,25 g eines gelben RuÈckstands ,Schwefel)
wurden warm abfiltriert. Nach Einengen auf anfangs 35 mL,
dann 5 mL kristallisierten bei 4 °C 1,37 g PPh4[ZrCl5-
,NCMe)] ´ MeCN in zwei Fraktionen ,95% Ausbeute).
RoÈntgenstrukturanalysen. Alle untersuchten Kristalle
wurden in einem kalten Stickstoffstrom bei ±80 °C mit einem
Vierkreisdiffraktometer Enraf-Nonius CAD4 mit MoKa-
Strahlung vermessen ,k = 71,07 pm, Graphit-Monochroma-
tor). Absorptionskorrektur erfolgte aufgrund der Meûwerte
von w-scans. Verwendete Rechenprogramme: [12±14]. Wei-
tere Angaben siehe Tab. 1.
PPh4[TiCl5ꢀNCMe)] ´ x MeCN ꢀx = 0 und 1)
und TiCl4ꢀNCMe)2 ´ MeCN
Aus Acetonitril: 0,33 mL ,3 mmol) TiCl4, 1,12g ,3 mmol)
PPh4Cl und 0,6 mL ,6 mmol) S2Cl2 wurden in 50 mL Aceto-
nitril geloÈst, dann wurde die gelbe LoÈsung auf etwas weniger
als die HaÈlfte ihres Volumens eingeengt. Bei ±18 °C kristal-
lisieren daraus 0,62g quaderfoÈrmige Kristalle von
PPh4[TiCl5,NCMe)] ´ MeCN ,Ausbeute 32%). Einer davon
wurde aus der LoÈsung gefischt und sofort auf dem Diffrakto-
meter auf ±80 °C gekuÈhlt und vermessen. Bei Raumtempera-
tur sind die Kristalle nur in Kontakt zur Mutterlauge stabil;
die abfiltrierten Kristalle zersetzen sich schnell unter Abga-
be von Acetonitril. Das Filtrat wurde weiter eingeengt, wo-
rauf bei ±18 °C 0,78 g PPh4[TiCl5,NCMe)]-,mP228) kristalli-
sierten ,43% Ausbeute).
Wir danken der Otto-Braum-Stiftung fuÈr die Bereitstellung
eines Doktorandenstipendiums und dem Fonds der Che-
mischen Industrie fuÈr gewaÈhrte UnterstuÈtzung.
Literatur
Aus Thionylchlorid: 1,12g ,3 mmol) PPh 4Cl wurden in
50 mL SOCl2 geloÈst, dazu wurden 0,5 mL ,6 mmol) S2Cl2
und 0,33 mL ,3 mmol) TiCl4 getropft. Durch Einengen auf
5 mL und KuÈhlung auf ±18 °C konnte keine Kristallisation
erreicht werden. Erst nach Zusatz von 20 mL Acetonitril kri-
stallisierten bei ±18 °C 1,16 g PPh4[TiCl5,NCMe)]-,aP114)
,64% Ausbeute). Nach dem Abfiltrieren und ErwaÈrmung
auf Zimmertemperatur wurden die Kristalle wieder mit der
Mutterlauge versetzt und bei ±18 °C aufbewahrt. In AbstaÈn-
den von 3±4 Wochen wurden einzelne Kristalle zur RoÈntgen-
strukturanalyse entnommen. Beim ersten Mal handelte es
sich um TiCl4,NCMe)2 ´ MeCN, beim zweiten Mal um
PPh4[TiCl5,NCMe)] ´ MeCN und beim dritten Mal um
PPh4[TiCl5,NCMe)]-,mP228). Von jeder dieser Fraktionen
wurden jeweils mehrere Kristalle untersucht. Dabei wurde
immer nur eine der genannten Verbindungen gefunden. Es
kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, daû die Verbin-
dungen zeitweilig nebeneinander vorlagen. Das stabile End-
produkt scheint PPh4[TiCl5,NCMe)]-,mP228) zu sein, von
dem am Schluû 0,25 g isoliert und i. Vak. getrocknet wurden.
C26H23Cl5NPTi-,mP228) ,605,6 g/mol)
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PPh4[ZrCl5ꢀNCMe)] ´ MeCN. 1,05 g ,4,5 mmol) ZrCl4,
0,5 mL ,6 mmol) S2Cl2 und 0,32g ,10 mmol) Schwefel wur-
den 16 d lang in einer abgeschmolzenen Ampulle auf 200 °C
gehalten. Der Ampulleninhalt bestand aus nicht umgesetz-
tem ZrCl4 ,durch RoÈntgenbeugung identifiziert) und emp-
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