450
Z. anorg. allg. Chem. 624 (1998)
braun nach rotbraun. Danach wird langsam auf Raumtempe-
ratur erwaÈrmt und noch 1 Tag bei 20 °C geruÈhrt. Nach Filtra-
tion wird das Filtrat bei ±30 °C zur Kristallisation gebracht.
Die erhaltenen Kristalle werden abfiltriert, erneut in n-He-
xan aufgeloÈst, und durch langsames Entfernen des LoÈsungs-
mittels uÈber mehrere Wochen koÈnnen gelbe staÈbchenfoÈrmige
Kristalle der Verbindung 2 erhalten werden.
einem terminalen Carbonylliganden koordiniert. Die
Liganden sind jeweils cis-staÈndig zueinander angeord-
net. Auûerdem werden die Eisenatome noch von
einer Carbonyl- und einer Phosphidogruppe (tBuPH)±
verbruÈckt. Das H-Atom am Phosphoratom des Phos-
phidoliganden konnte sowohl in der RoÈntgenstruktur-
analyse verfeinert, als auch im 31P-NMR-Spektrum
mit einer Kopplung von |1JPH| = 334 Hz nachgewiesen
werden. Der Fe±Fe-Abstand liegt mit 261,2(2) pm im
Bereich einer Bindung und weicht damit kaum von
dem Fe±Fe-Abstand von 263,1(1) pm in der schon be-
kannten Verbindung [(CpFeCO)2(l-CO)(l-PPh2)]+
[13] ab. Die Fe±P-AbstaÈnde liegen bei 218,4(2) pm
(Fe(1)±P(1)) und bei 217,8(2) (Fe(2)±P(1)). Das
[FeCl3(thf)]±-Anion enthaÈlt das Eisenatom in der Oxi-
dationsstufe +II. Seine Fe±Cl- und Fe±O-AbstaÈnde
von 227,0 bzw. 205,9 pm entsprechen dem Literatur-
wert [21]. Die entsprechende neutrale Verbindung mit
dreiwertigem Eisen hat etwas kuÈrzere AbstaÈnde von
215,3 pm fuÈr Fe±Cl und 194,4 pm fuÈr Fe±O [22].
Ausbeute: ca. 25%
Darstellung von [(CO)4Cr{(PiPr)3}2] (3). Zu einer LoÈsung
von 0,40 g (1,56 mmol) des Norbornadien-Komplexes
[(nbd)Cr(CO)4] in 25 ml n-Hexan wird bei ±70 °C eine LoÈ-
sung von 0,36 g (1,62 mmol) (PiPr)3 in 25 ml n-Hexan unter
RuÈhren uÈber eine KanuÈle zugegeben. Danach wird langsam
auf Raumtemperatur erwaÈrmt und noch mehrere Tage bei
20 °C geruÈhrt. Nach Filtration wird der LoÈsung das LoÈsungs-
mittel bis auf wenige ml im Vakuum entzogen. Die so einge-
engte LoÈsung wird mit etwas Kieselgel 60 (= Porendurch-
Ê
messer 60 A) aufgenommen und im Vakuum getrocknet.
SaÈulenchromatographie uÈber eine 30/4 cm SaÈule mit Kiesel-
gel 60 mit n-Hexan und Toluol als Laufmittel fuÈhrt zu
[(CO)5Cr(PiPr)3], das NMR-spektroskopisch nachgewiesen
werden kann [3] und zu Verbindung 3, die bei ±25 °C nach
mehreren Wochen als leuchtend gelbe Kristalle aus n-Hexan
kristallisiert werden kann.
3
Experimenteller Teil
Ausbeute: ca. 25%
Alle Arbeiten erfolgten unter Ausschluû von Luft und
Feuchtigkeit in einer N2-AtmosphaÈre. Die verwendeten ethe-
rischen LoÈsungsmittel wurden uÈber Na/Benzophenon, die
Kohlenwasserstoffe uÈber LiAlH4 getrocknet und abdestil-
liert. Trimethylaminoxid wurde aus dem kaÈuflichen Dihydrat
nach [23] gewonnen. Das hierzu notwendige DMF wurde
uÈber CaH2 getrocknet und abdestilliert. Die Darstellung von
(PtBu)3 erfolgte nach [1]. Der gemischtsubstituierte Dreiring
(Me3SiP)(PtBu)2 wurde nach [24] dargestellt. Nach dieser
Vorschrift wird die gewuÈnschte Verbindung in einer Reinheit
von ca. 85±90% erhalten. Bei der Darstellung wurde statt n-
Pentan das hoÈhersiedende n-Hexan verwendet, um das uÈber-
schuÈssige Me3SiCl nach der Reaktion besser entfernen zu
koÈnnen.
Darstellung von [RhCl(PPh3)(PtBu)3] (4). Zu einer Suspen-
sion von 0,63 g (0,681 mmol) [RhCl(PPh3)3] in 25 ml THF
wird bei ±70 °C eine LoÈsung von 0,17 g (0,643 mmol) (PtBu)3
in 25 ml THF unter RuÈhren uÈber eine KanuÈle zugegeben.
Nach mehrtaÈgigem RuÈhren bei 20 °C, Entfernen des LoÈ-
sungsmittels im Vakuum, Aufnehmen des Feststoffes in
25 ml n-Hexan und anschlieûender Filtration erhaÈlt man
dunkelrote Kristalle von 4 durch langsames Entfernen des
LoÈsungsmittels.
Ausbeute: ca. 20%
Darstellung von [(NiCO)6(l2-CO)3{(PtBu)2}2] (5). Zu einer
auf ±30 °C abgekuÈhlten LoÈsung von 0,30 g (1,14 mmol)
(PtBu)3 in 50 ml THF wird unter RuÈhren 0,65 ml [Ni(CO)4]
(0,85 g; 5,0 mmol) mit einer Pipette zugegeben (molares Ver-
haÈltnis P/Ni 3,4/5,0). Danach wird langsam auf Raumtempe-
ratur erwaÈrmt, wobei man bei ca. 0 °C eine FarbaÈnderung
von hellgelb nach schwarz-braun beobachtet. Nach zwei
Stunden RuÈhren bei Raumtemperatur gibt man eine LoÈsung
von 0,48 g (6,39 mmol) Me3NO in 25 ml THF zu. Man kann
keine weitere FarbveraÈnderung beobachten, jedoch ist mit
Hilfe eines BlasenzaÈhlers eine Gasentwicklung zu beobach-
ten. Nach zwei Tagen wird aus der ReaktionsloÈsung saÈmtli-
ches LoÈsungsmittel im Vakuum entfernt. Die Produkte wer-
den durch Chromatographie uÈber eine 30/4 cm SaÈule mit
Bei den 31P-NMR-Untersuchungen betrug die Meûfre-
quenz 101,25 MHz; die chemischen Verschiebungen (Angabe
in ppm) sind auf 85%ige waÈûrige H3PO4 als externen Stan-
dard bezogen. Ein negatives Vorzeichen steht fuÈr Hochfeld-
verschiebung. Alle PraÈparate wurden durch Elementaranaly-
sen charakterisiert.
Darstellung von [(PPh3)2Pt(PtBu)3] (1). Zu einer Sus-
pension von 0,38 g (0,508 mmol) des Olefinkomplexes
[(H4C2)Pt(PPh3)2] in 25 ml n-Hexan wird bei ±70 °C eine LoÈ-
sung von 0,15 g (0,568 mmol) (PtBu)3 in 25 ml n-Hexan un-
ter RuÈhren uÈber eine KanuÈle zugegeben. Danach wird lang-
sam auf Raumtemperatur erwaÈrmt und noch 2 Tage bei
20 °C geruÈhrt. Es wird anschlieûend abfiltriert und bei ±30 °C
kristallisiert. Dabei bilden sich nach mehreren Tagen orange
Kristalle der Verbindung 1.
Ê
Kieselgel 60 (Porendurchmesser 60 A) mit n-Hexan/Toluol/
THF als Laufmittel aufgetrennt. Mit Toluol eluiert man die
Verbindung 5, welche man aus n-Hexan durch langsames
Entfernen des LoÈsungsmittels kristallisieren kann.
Ausbeute: ca. 20%
Ausbeute: ca. 30%
Darstellung von [(PPh3)2Pd(PtBu)2] (2). Zu einer Suspen-
sion von 0,88 g (1,34 mmol) des Olefinkomplexes
[(H4C2)Pd(PPh3)2] in 25 ml n-Hexan wird bei ±70 °C eine
LoÈsung von 0,35 g (1,32 mmol) (PtBu)3 in 25 ml n-Hexan un-
ter RuÈhren uÈber eine KanuÈle zugegeben. Nach der Zugabe
erfolgt augenblicklich ein Farbwechsel von gruÈn uÈber gruÈn-
Darstellung von [(CpFeCO)2(l-CO)(l-PHtBu)]+ ´ [FeCl3(thf)]±
(6) ´ THF. Zu einer Suspension von 0,21 g (0,989 mmol)
[CpFe(CO)2Cl] (= [FpCl] ) in 25 ml THF wird bei ±70 °C
eine LoÈsung von 0,25 g (0,892 mmol) des gemischtsubstitu-
ierten Dreiringes (Me3SiP)(PtBu)2 in 25 ml THF unter RuÈh-
ren uÈber eine KanuÈle zugegeben. Es bildet sich eine orange