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Ch. Sommer et al. · Neue 3-Imidazolin-1-oxyl-Radikale
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Si), 26.19 ((CH3)3C-Si), 21.84, 24.54, 28.24, 31.16 (4 CH3- Diethylether gelo¨st und auf −75 C abgeku¨hlt. Zu dieser
C2/5 stark verbreitert, geringe Intensita¨t), 73.51 ((CH3)-C5), klaren Lo¨sung gibt man 3.64 ml n-BuLi in n-Hexan und
78.34 (HC=CNH2), 91.77 ((CH3)-C2), 123.5 (C5,Pyr), 133.6 ru¨hrt 45 min im Ku¨hlbad. Danach la¨ßt man die Lo¨sung
(C4,Pyr), 134.5 (C3,Pyr), 1437.5 (C6,Pyr), 150.4 (C2,Pyr), 10 min bei R. T. Ru¨hren und ku¨hlt wieder ab, wobei beim
152.2 (NH2C=CH), 173.2 (C=N). – C20H34N4OSi (374.6): Abku¨hlen ein weißer Niederschlag ausfa¨llt. Diese Suspen-
ber. C 64.13, H 9.15, N 14.96; gef. C 63.92, H 9.09, N 14.68. sion la¨ßt man nun soweit auftauen, daß sich der Nieder-
schlag gerade eben wieder auflo¨st und u¨berfu¨hrt dann die-
se Lo¨sung mit einer Teflonkanu¨le in einen vorgeku¨hlten
Tropftrichter. Im Verlauf von ca. 30 min tropft man diese
Lo¨sung nun zu einer Lo¨sung von 0.626 g (5.782 mmol) 2-
Cyanopyridin in 15 ml Diethylether. Die Reaktionslo¨sung
fa¨rbt sich allma¨hlich rot und es fallen geringe Mengen ei-
nes gelbroten Niederschlags aus. Die Reaktion wird u¨ber
Nacht geru¨hrt und dabei langsam auf R. T. aufgetaut, man
erha¨lt eine dunkelrote Lo¨sung mit wenig Niederschlag. Die
Diethylether-Lo¨sung wird im HV eingeengt, wobei wa¨hrend
des Einengens deutlich mehr Niederschlag ausfa¨llt. Der Nie-
derschlag wird abzentrifugiert und mehrmals mit absolutem
n-Pentan gewaschen, die u¨berstehende Lo¨sung wird verwor-
fen, da sie noch große Anteile von Edukt und Nebenproduk-
ten entha¨lt. Der gelbbraune Ru¨ckstand wird in einem Glasfil-
tertiegel mit viel Wasser hydrolysiert und anschließend noch-
mals mit kaltem n-Hexan gewaschen. Zuru¨ck bleibt ein hell-
gelber, o¨liger Ru¨ckstand, welcher sa¨ulenchromatographisch
(Kieselgel, MeOH/CHCl3, 10:1) gereinigt wird. Nach Abro-
tieren des Lo¨sungsmittels und nach Trocknen im HV erha¨lt
man 0.974 g (45 %) des hellgelben Produktes. – IR (Nu-
jol, KBr): 3443s (NH), 3253w (NH), 1615s (C=N), 1536
(C=N) cm−1. 1H NMR (270 MHz, CDCl3): δ = 0.16 (s, 6H,
CH3-Si), 0.92 (s, 9H, tBu-Si), 1.28 (s, 6H, CH3-C5), 1.39 (s,
6H, CH3-C2), 5.29 (s, 1H, =C-H), 7.24 (ddd, 1H, C5,Pyr,
7: 0.10 g (0.385 mmol) 8 werden in 10 ml entgastem Etha-
nol gelo¨st. Nach Zugabe von 3 ml einer wa¨ßrigen Hydra-
zinlo¨sung wird der Ansatz 1 d bei R. T. geru¨hrt. Im Laufe der
Reaktion vera¨ndert sich die Farbe der Lo¨sung von organge-
farben nach hellgelb. Nach Abdestillieren der Lo¨sungsmittel
verbleibt ein weißgelber Ru¨ckstand, welcher durch Fa¨llen
aus Methanol mit Diethylether gereinigt wird. Das Produkt
wird 5 h bei 50 ◦C im HV getrocknet. – Ausb. 85 mg (85 %)
eines hellgelben Pulvers. – IR (Nujol), KBr): 3400br (OH),
3090w (NH), 1629s (C=N), 1550s (C=N) cm−1. – 1H NMR
(270 MHz, CDCl3): δ = 1.17 (s, 6H, CH3-C5), 1.24 (s, 6H,
CH3-C5), 1.38 (s, 6H, CH3-C2), 4.85 (s, 1H, =C-H), 3.9 (s,
1H, N-OH, breit), 7.31 (ddd, 1H, C5,Pyr, 3J4,5 7.8 Hz, 3J5,6
4.8 Hz 5J2,507 Hz), 7.80 (ddd, 1H, C4,Pyr, 3J4,5 7.8 Hz, 4J2,4
2.2 Hz, 4J4,6 1.7 Hz), 8.59 (dd, 1H, C6,Pyr, 3J5,6 4.8 Hz, 4J4,6
1.7 Hz), 8.78 (dd, 1H, C2,Pyr, 4J2,4 2.2 Hz, 5J2,5 0.7 Hz). –
13C NMR (100.4 MHz, CDCl3): δ = 24.20, 27.61 (4 CH3-
C2/5), 73.45 ((CH3)-C5), 78.31 (CH=CNH2), 91.76 ((CH3)-
C2), 123.5 (C5,Pyr), 133.5 (C4,Pyr), 134.5 (C3,Pyr), 147.5
(C6,Pyr), 150.1 (C2,Pyr), 152.1 (NH2C=CH), 173.2 (C=N).
– C14H20N4O2·H2O (296.4): ber. C 56.74, H 8.16, N 18.9,
gef. C 56.13, H 8.25, N 19.50.
8: 550 mg (1.47 mmol) 6 werden in 20 ml Tetrahydro-
furan gelo¨st, mit 927 mg (2.94 mmol) Tetrabutylammoni-
umfluorid versetzt und 18 h bei R. T. geru¨hrt. Nach Ablauf
der Reaktion wird das Lo¨sungsmittel abdestilliert und der
rote, o¨lige Ru¨ckstand in ein Dichlormethan/Wasser-Gemisch
aufgenommen. Die organische Phase wird dreimal mit Was-
ser ausgeschu¨ttelt und anschließend u¨ber MgSO4 getrock-
net. Nach Abfiltrieren des Trockenmittels und Abrotieren
des Lo¨sungsmittels bleiben 325 mg (85 %) eines o¨ligen ro-
ten Produktes, welches noch mehrmals mit n-Hexan gewa-
schen wird. Der nun feste, rotorange Ru¨ckstand wird in 20 ml
Dichlormethan aufgenommen und mit 1.5 g (6.25 mmol)
PbO2 3 h bei R. T. geru¨hrt. Das PbO2 wird danach von
der orangefarbenen Lo¨sung abzentrifugiert und zweimal mit
wenig Dichlormethan nachgewaschen. Die Dichlormethan-
Lo¨sung wird etwas eingeengt und zur Entfernung des rest-
lichen PbO2 u¨ber Cellite filtriert. Nach Abdestillieren des
Lo¨sungsmittels verbleiben 299 mg (1.15 mmol, 78 %) des
orangefarbenen Radikals. IR (Nujol, KBr): 3290w (NH),
3152w (NH), 1630s (C=N), 1561m (C=N) cm−1. ESR (in
CH3CN): Triplett. – g-Wert: 2.00578. – Hyperfeinkopplung
aN [G]: 14.7. – C14H19N4O (259.3): ber. C 64.84, H 7.38,
N 21.60; gef. C 64.31, H 7.69, N 21.40.
3
4
3J4,5 7.11 Hz, J5,6 4.75 Hz, J3,5 1.41 Hz), 7.68 (ddd,
3
3
4
1H, C4,Pyr, J3,4 8.10 Hz, J4,5 7.11 Hz, J4,6 1.68 Hz),
3
4
5
7.75 (ddd, 1H, C3,Pyr, J3,4 8.10 Hz, J3,5 1.41 Hz, J3,6
1.1 Hz), 8.59 (ddd, 1H, C6,Pyr, 3J5,6 4.75 Hz, 4J4,6 1.68 Hz,
5J3,6 1.1 Hz). – 13C NMR (67.81 MHz, CDCl3): δ = −3.81
(CH3-Si), 18.13 ((CH3)3C-Si), 26.17 ((CH3)3C-Si), 21.91,
24.40, 28.38, 31.17 (4 CH3-C2/5 stark verbreitert, gerin-
ge Intensita¨t), 73.31 ((CH3)-C5), 84.25 (HC=CNH2), 91.78
((CH3)-C2), 119.7 (C5,Pyr), 123.6 (C4, Pyr), 136.4 (C3,Pyr),
148.8 (C6,Pyr), 151.0 (C2,Pyr), 152.9 (NH2C1=C2), 173.2
(C4=N). – C20H34N4OSi (374.6): ber. C 64.13, H 9.15,
N 14.96; gef. C 63.78, H 9.38, N 14.55.
10: 0.10 g (0.385 mmol) 11 werden in 15 ml entgas-
tem Ethanol gelo¨st, mit 5 ml einer wa¨ßrigen Hydrazinlo¨sung
versetzt und 1 d bei R. T. geru¨hrt. Nach Abdestillieren der
Lo¨sungsmittel verbleibt ein weißgelber Ru¨ckstand, welchen
man in wenig Ethanol aufnimmt und mit Diethylether wieder
ausfa¨llt. Das hellgelbe Produkt wird 5 h bei 50 ◦C im HV ge-
trocknet. – Ausb. 85 mg (85 %) eines hellgelben Pulvers. – IR
(Nujol, KBr, cm−1): ν = 3350br (OH), 3180w (NH), 1612
9: 1.561 g (5.782 mmol) 1-(tert-Butyldimethylsilyloxy)- (C=N), 1532 (C=N). – 1H NMR (270 MHz, CDCl3): δ =
2.2.4.5.5-pentamethylimidazolin werden in 20 ml absolutem 1.34 (s, 6H, CH3-C5), 1.45 (s, 6H, CH3-C2), 5.31 (s, 1H, =C-
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